Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—————

—

—

——

—y——

196

wollte, das hatte ſich der Graf ſelbſt nicht klar gemacht; Niemand wußte, bis wohin die Verfolgten Billete ge⸗ nommen, Niemand konnte ſagen, ob ſie von Oos ihre Fahrt nördlich oder ſüdlich fortgeſetzt, ſie hatten keine Spur zurückgelaſſen, und die einzige Hoffnung, die⸗ ſelbe aufzufinden, gewährte allenfalls die auffällige Er⸗ ſcheinung des Paares, beſonders der, eine ſo unge⸗ wöhnliche Fülle blonden Haares zur Schau tragenden Frau, die viel zu eitel war, ihre Reize ſelbſt zum Zwecke einer nützlichen Verkleidung zu verbergen. Der Graf hatte nur einen Gedanken: nach! nach! Ob es ihm gelingen werde, mit Hülfe der Perſonalbeſchreibung Auskunft zu erlangen oder die Flüchtlinge zu ereilen, ehe ſie in dem Wirbel der Rieſenſtadt an der Seine untergetaucht, darüber ſann er nicht.

Ein Zuſammentreffen ſo wunderbarer Art, wie es das Leben öfter zu arrangiren liebt, als man an⸗ zunehmen geneigt iſt, ſollte ihm zu Hülfe kommen und doch auch zugleich ſein Verderben herbeiführen.

Schon auf dem Bahnhofe zu Oos hatten ſeine Erkundigungen ein höchſt unerwartetes Reſultat. Das Schwindlerpaar war nicht nur hier geſehen, ſondern auch aufgehalten worden. Mit dem Zuge, der es über Straßburg weiter befördern ſollte, war der Ver⸗ treter jenes frankfurter Geſchäftes angekommen und