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ſie gänzlich ſeinem Auge entzog, huſchte auch wieder ein kurzer ſcheuer Blick zu ihm herüber. Keine Auf⸗ forderung, nicht einmal eine Ermunterung, aber doch ein deutliches Zeichen des Erkennens, ein Blick, in dem ſich Wohlgefallen, Schalkhaftigkeit und ſittſame Scheu eigenthümlich verbanden.
Warum hatte der tapfere Krieger, von deſſen Schlachtenmuth zwei Orden Zeugniß gaben, hier ge⸗ zaudert, wort⸗ und regungslos ſtillgeſtanden, bis die Erſcheinung verſchwunden war? Er machte ſich hef⸗ tige Vorwürfe, er wollte nacheilen, doch beſann er ſich anders. Offenbar beabſichtigte die Dame hier im Hauſe nur einen Beſuch, vielleicht bei der Familie des Freiherrn von Kreuz, die, wie ihm bekannt war,
das Stockwerk unter der Wohnung des Generals inne
hatte. Das Viſitkartentäſchchen in ihrer Hand ließ wenigſtens darauf ſchließen, dann aber war ihres Verweilens wohl nicht lange, und wenn ſie zurück⸗ kehrte— nein, auch dann wollte er ſie nicht auf offener Treppe in fremdem Hauſe anſprechen. Was ihn auch ſeltſam und ungewöhnlich an der Dame an⸗ muthen mochte, ſeine Erfahrung ſagte ihm, daß er es hier nicht mit einem Verſuche wagen dürfte, der, wenn je erlaubt, immerhin eine Roheit blieb.
Doch war er feſt entſchloſſen, die Dame nicht


