59 abermals aus dem Auge zu verlieren. Es galt ihm nach dieſer Begegnung als voller Ernſt, was vorlängſt noch ein loſes Spiel geweſen. Sein Plan war raſch gemacht.
Vor dem Hauſe hielt ein Miethwagen, binnen wenigen Minuten ſtand ein zweiter nur wenige Schritte entfernt und folgte dem erſten nach einer kleinen hal⸗ ben Stunde, als die Unbekannte wieder eingeſtiegen war. Inderau, mit dem Erfolg ſeiner Berechnung ſehr zufrieden, wappnete ſich mit Geduld, denn es war ja möglich, daß dem einen noch ein halb Dutzend Beſuche folgten. Er hatte ſich vorgenommen, die Spur feſtzuhalten und ſollte es eine Rundfahrt durch die ganze Stadt und alle zweiunddreißig Vorſtädte gelten.
Seine Ausdauer wurde auf keine ſo harte Probe geſtellt. Die beiden Wagen hielten kurz nacheinander vor einem der erſten Hotels, in deſſen Reſtaurant Inderau zeitweiſe mit einigen Freunden Abends zu⸗ ſammen zu kommen pflegte. Er war dem Perſonal bekannt, und es hatte alſo nichts Auffallendes, daß er kurz, nachdem die Verfolgte, ohne ihn bemerkt zu haben, die Treppe hinaufgeeilt war, zu dem Portier herantrat und in gleichgültigem Tone die Frage ſtellte, ob die Dame, die eben vorübergegangen, hier wohne. „Ich weiß nicht, habe ich mich vielleicht getäuſcht...“
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