Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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decken. Da rollten der Fuhrwerke mancherlei, und

eins ſchoß mit ſeinen Glühaugen durch die dunkle

Nacht wie das andere. Wer mochte wiſſen, welches

das Verlorene barg?—

Und wieder tauchte die Erſcheinung der weißen Dame wie ein Nebelbild in der Erinnerung auf.

Diesmal— es war einige Tage nach jener Theater⸗ vorſtellung— ſtand ſie urplötzlich bei einer Treppen⸗ wendung vor Inderau.

Er kam die Stufen des alten Palais herab, von einem ſeiner Vorgeſetzten, zu den ihn eine Dienſtan⸗ gelegenheit geführt, und ſie kam langſam herauf und hielt auf dem erſten Abſatze, ehe ſie zur zweiten Etage

weiter ſtieg. Sie war diesmal allein und wieder in

die beiden Farben der Halbtrauer gekleidet, nur waren ſie vertauſcht. Sie trug die weiße Kaſchemirbeduine über ein Kleid von ſchwerer ſchwarzer Seide, ein weißes Paraſol und ein zierliches ſchwarzes Hütchen auf dem dunklen Gelock. Im erſten Schreck hatte ſie nach dem Treppengeländer gefaßt, eine heiße Röthe ſchlug über Stirn und Wangen auf, wie beſchämt ſenkte ſie das Auge, aber das leiſe ſchelmiſche Lächeln, das wieder um die ein wenig geöffneten Lippen ſpielte, entging Inderau nicht, als ſie an ihm ohne aufzu⸗ ſehen vorüberging, und dort, ehe die nächſte Wendung

Byr, Quatuor. IV. 3

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