Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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Wie bizarr war ſchon die Zuſammenſtellung des ſchneeig weißen, durch kein andersfarbiges Band gehobenen, bis zum Halſe hinaufreichenden Promenadekleides mit der eben ſo einförmig ſchwarzen Beduine. Der ſchwarze Schmuck im Ohr, am Arme war ſicher nicht bloß der Uebereinſtimmung wegen da, ſie trug wohl Trauer. — Trauer um wen? um eine Mutter?— einen Gatten?

Wer war dann der große Mann hinter ihr mit dem dünnen Haare und dem dichten, ſorgfältig ge⸗ pflegten Bart um das zornmüthige, weinglühende Geſicht? Und die ältliche Dame ganz in Schwarz, die neben ihr ſaß und ſo vergnügte neugierige Blicke durch den Saal wandern ließ, als ſei ſie nur gekom⸗ men, die Geſellſchaft zu muſtern und ſich ein paar Begleiter auszuwählen für ein heiteres Champagner⸗ ſouper oder eine Reiſe nach Paris?

Doch was fragte der junge lebensfrohe Mann am Ende nach Stellung und Herkommen der Dame, von der er ſeine Augen nicht mehr abzuwenden ver⸗ mochte. Er war Hauptmann im öſterreichiſchen Ge⸗ neralſtabe und nicht ganz unverdient in den Ruf ge⸗ kommen, mit welchem der Profeſſor den ernſtgeworde⸗ nen Schwager noch jetzt zu necken liebte. In jungen Jahren ſchon in ſo bevorzugter Stellung, eine glanz⸗