Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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ſah zerſtreut aus und widmete ihre Aufmerkſamkeit weniger, als zu erwarten geſtanden, dem herrlichen Ausblick durch den zerbröckelnden Bogen. Unmittelbar hinter ihr lehnte, leiſe Rauchringelchen vor ſich hin⸗ kräuſelnd, der Major und ſeine Nähe ſchien ihr unan⸗ genehm zu ſein, ſie rückte und wendete ſich und ſah wiederholt ein wenig ungnädig hinter ſich, und da er nun gar eine Bemerkung über die Landſchaft machte, ſo mußte ſie doch deutlich zeigen, wie gleichgültig ihr die Worte eines Menſchen ſeien, der eine ſo geringe Meinung vom Frauencharakter hatte, daß er mit einem wirklich verabſcheuungswürdigen Phlegma das ganze Geſchlecht und in demſelben vor Allem ſie, das Schooß⸗ kind des Glücks, dem bis jetzt doch von Jederman,

wie natürlich, nur Schmeichelhaftes geſagt worden,

auf das Tödtlichſte zu beleidigen nicht Anſtand ge⸗ nommen. So legte ſie denn Frau Bertha, gerade als dieſe ihrem Bruder eine Antwort zu geben im Begriffe ſtand, das Händchen auf den Arm, ihr in aller Eile die äußerſt wichtige Mittheilung zu machen, der kleine hübſche Knabe, der ihnen ſchon am vergangenen Abend vor dem Kurhauſe begegnet und aufgefallen war, ſei eben die Treppe heraufgeſprungen.

Ach, der hübſche kleine Graf!.. rief das ältere Töchterchen ſich vordrängend, und