Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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kippende Gemüthsruhe auch nur durch das allerharm⸗ loſeſte Spiel gefährden hätte wollen.

So mochte er denn diesmal die günſtige Gelegen⸗ heit nicht ungenützt verſtreichen laſſen. Er nickte mit freundlichem Lächeln, indem er ſich des Butterbrödchens bemächtigte.

Dank, Du meine gütige Ernährerin!... ſagte er und ſandte dabei einen komiſch zwinkernden Blick des Einverſtändniſſes über ſeine goldgefaßte Brille... Wendet Cure Gunſt nur mir zu, bei mir gibt's keine Hageſtolzengrillen. Ich theile mit Vergnügen Eure Ent⸗ rüſtung, da ſie mir zugute kommt. Siehſt Du, Schwa⸗ ger... wandte er ſich an dieſen, gleichzeitig mit einem ausgiebigen Biß das halbe Brödchen verſchlin⸗ gend...ſiehſt Du, ſo verſcherzt man das uns Zu⸗ gedachte.

Der Herr Major nimmt ja keinen Kaffee... fiel das über und über erglühende Mädchen blitzſchnell ein, um den Verdacht, als habe ſie eine Strafe beab⸗ ſichtigt, von ſich abzuwenden.

Da ließ ſich ſofort eine feine Stimme altklug ver⸗ nehmen:

O, Butterbrod ſchmeckt auch ohne Kaffee gut!

Das Urtheil des kleinern Töchterchens, das der Vater für ein Orakel erklärte, gab der Heiterkeit neuen