Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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So hatte er vor drei Tagen auf den Brief ge⸗ antwortet, den er ſo eben in der Hand gehabt. Nun war's alſo ganz vorbei es war ihm faſt, als ſollte ihn bei dem Gedanken die ſo lange mühſam erhaltene Kraft verlaſſen.

Allein nur einen Augenblick währte die Schwäche, dann ſchüttelte er ſie männlich ab. Es drängte ihn fort aus der engen Stube, in der die Träume ihn gleich Wichtelmännchen umſchlichen, die ein für allemal hier ihren Wohnſitz aufgeſchlagen hatten. Er ſtand auf und griff nach ſeinem Hute, um auszugehen, als leiſe an ſeine Thür gepocht wurde.

Schüchtern that ſie ſich auf ſeinen Ruf auf, und erſtaunt ſah er eine dicht verſchleierte Dame eintreten. Was war es eine geringfügige Bewegung, die Umriſſe der Geſtalt, die geheimnißvolle Ahnung ſeines Herzens, die Ideenverbindung, die an den Brief und die daran gereihten Gedanken anknüpfte? Was war es, das ihn mit einemmale wie ein glühendes Feuer durchzuckte, das ihm verrätheriſch einen Namen zuflü⸗ ſterte und das Blut nach den Augen jagte, ſo daß ſich ein ſchwarzer Schleier, mit hüpfenden, leuchtenden Mücken geſtickt, davor legte, und er, dem Schwindel zu begegnen, ſich an dem Kaſten halten mußte, der ihm zunächſt ſtand? Was war es?