Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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Zeno hatte Recht, wenn er es Stolz nannte, was dieſe Antworten diktire. Es war der Stolz des ver⸗ armten Mannes, der ſich einmal gekränkt und verletzt fühlte, und nun das Mißtrauen nimmer zu bannen vermag. Es war Stolz, aber nicht jener unnatürliche, hyperromantiſche, der ſich einbildet, eine Werbung um ein reiches Mädchen, die Annahme eines Vermögens mit der geliebten Braut ſei eine Schande, und der auch nur in den Köpfen unreifer Knaben, oder zum Mindeſten ſolcher Männer, die eben keine Liebe fühlen, und in beſonders rührenden Dramen oder Romanen ſpukt.

Ruppert's Stolz hatte einen andern Urſprung, als einen überſpannten Begriff von Ehrgefühl. Sein Herz, ſein Charakter waren einmal mißkannt worden wer bürgte ihm dafür, daß niemals eine Wieder⸗ holung ſein Gefühl auf das Unheilbarſte, Schmerzlichſte verletzen würde? Wie ſehr ſich Zeno auch bemühte, ihm Aufklärung über Alles zu geben, aus der Ferne ſahen ſich die Verhältniſſe doch ganz anders an, als ſie Zeno geſchildert zu haben glaubte.

Nicht einen Schritt thue ich. Gönne mir, daß ich überwunden habe. In der Tiefe des Traunſees liege Alles begraben, wie unſere Ringe. Nochmals, nicht einen Schritt ich darf ihn nicht thun. Das iſt mein letztes Wort.

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