Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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ſtigeren Verhältniſſen entgegen ſehen! Von der Feder lebt ſich hart.

Jetzt war er zu Ende, raſch durchlief Ruppert das Geleſene noch einmal, dann brach er den Bogen, legte ihn in ein Couvert, das er zuklebte, und übergab es dem Laufburſchen der Druckerei, der an der Thüre wartete.

Nun, da die Arbeit vorüber war, ſchwand auch mit einemmale die Spannung und Erregung aus ſei⸗ nem Antlitze, es nahm einen düſtern, ſchwermüthigen Ausdruck an, und die ſtark hereinbrechende Abenddäm⸗ merung warf noch tiefere Schatten über daſſelbe.

Langſam legte er mehrere aufgeſchlagene oder mit Leſezeichen verſehene Bücher, die ſeinen Schreibtiſch beengten, auf eine Seite zuſammen, es geſchah dies mechaniſch, da er nicht mehr die Abſicht hatte, zu ſchrei⸗ ben, und ſomit der größere oder geringere Raum auf der Tiſchplatte ſo ziemlich gleichgültig war. Ein Brief fiel ihm dabei in die Hände, flüchtig überlas er einige Stellen, faltete ihn dann wieder und legte ihn zu an dern in das Schubfach.

Der Brief war von Zeno der letzte, den er dem Freunde geſchrieben, und in welchem er ihn noch einmal dringend aufforderte, ſein eigenes Glück nicht

mit Füßen zu treten, die dargebotene Verſöhnung nicht Byr, Quatuor. II. 15

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