Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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zwiſchen der Mutter und ihrer älteren Tochter entſpon⸗ nen, und jene hatte ſo eben die Frage gethan:

„Aber es iſt doch ſeltſam, daß Graf Morſax heute früh nicht kam und uns ſo ohne ſeine Begleitung zu— rückkehren läßt. Ich weiß nicht, wie Papa dies eigen⸗ thümliche Benehmen auffaſſen wird. Haſt Du viel⸗ leicht eine Ahnung, Valerie, was ihn abhielt?“

Das Antlitz der Gefragten war in tieferen Pur⸗ pur getaucht, und eine unruhige Bewegung ihrer Au⸗ gen hätte ihre Verlegenheit verrathen müſſen, wenn die Mutter durch das heftige Schwanken nicht plötzlich alles Intereſſe am Fernerliegenden verloren hätte. Zu⸗ letzt trat jetzt auch der Rath wieder heran und tau⸗ melte auf ſeinen Sitz, ſo daß Valerie ſich für den Au⸗ genblick einer peinlichen Antwort enthoben ſah.

„Mein Gott, mein Gott, es wird fürchterlich...“ ſtöhnte ihre Mutter...„hier zwiſchen den Felſen tobt es noch viel ärger und es iſt hier ſo gefährlich!“

Naufragiosus meinen Sie, des Schiffbruches we⸗ gen gefährlich...“ nahm der Rath das Wort auf... „auch naufragalis, eine Flexion des Subſtantivums naufragium. Da haben Sie wieder die Berührung der romaniſchen Sprachen, wie Sie in meinem Werke darüber und über deren Ableitung vom indogermani⸗ ſchen Sprachſtamme angedeutet finden. Naufragium