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dieſe ſchöne Statue des Unmuths, des Trotzes, der Bitterkeit blitzgleich durchfährt. Und nun hebt ein leiſes Zucken dieſe ſtolz gekräuſelte Oberlippe und zeigt die Spitzen zweier blendend weißen Zähne, ſogleich aber zieht ſie ſich wieder herab, um ſich nach einiger Zeit abermals zu heben, und nochmals gehorcht ſie dem Zwange, zum dritten Male aber entfallen dem Munde zwei Worte, kaum hörbar und doch ſo ſcharf, daß ſie über die ganze Länge des Bootes hinüber⸗ dringen.
„Warum nicht!“
Zwei unſchuldige, kurze Worte, ohne Sinn, ohne Macht für jeden Anderen, für den Mann am Steuer eine zweiſchneidige Klinge, ein Dolch ſo gut gezielt, ſo ſicher geworfen, daß er mitten in das Herz fuhr und es zu Tode traf.
Und wieder ward es ſtille und kein Laut vernehm⸗ bar, erſt nach einer längeren Pauſe unterbricht ein weiteres Wort das drückende, aufreibende Schweigen. Diesmal ſpricht er es.
„Valerie...“ ſagt er mit verhaltener Stimme, deren Zittern er nicht ganz zu beherrſchen vermag... „Valerie, das iſt alſo die Erwiderung, und mit ſo leichtem Herzen ſprichſt Du ſie aus?“


