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„So hatte ich alſo doch nicht Unrecht mit meiner Bitte?“... rief er mit einer Lebhaftigkeit, die ein leichtes Aufwallen von Bitterkeit verrieth. Und merk⸗ würdig, der armen Sünderin ſchien dieſes Aufwallen nicht den geringſten Verdruß zu bereiten.
„O Du brſer, leidenſchaftlicher, eiferſüchtiger Mann!“... rief ſie halb bewegt, halb lachend... „Da ſieh' auch, wohin ich es verwieſen habe!“... und ſie öffnete die Thür in ihr Wohnzimmer, wo das vermißte Bild ſich über dem Arbeitstiſchchen fand, und zwar umgeben von demſelben Kranz, den ich darum geſehen, und deſſen Erneuerung von Haun's entſagen⸗ der Selbſtertödtung doch zu viel gefordert geweſen wäre.
„So hatte ich's immer vor Augen“... ſagte der nun völlig ernſt und weich gewordene Schalk, und kreuzte mit einem Seufzer— vielleicht in Erinnerung an die vielen vor dieſem Bilde ſchon ausgeſtoßenen Seufzer— die Hände auf der Bruſt.
„Meine Emmy!“... rief Veröczy entzückt und beſchämt aus. Er legte ſeinen Arm um ſie, ihr Kopf ruhte an ſeiner Bruſt und ſo ſtanden ſie eine Weile, dann fragte er ſie nachdenklich...„Wie iſt's denn nur gekommen, daß Du ſo ganz, ganz anders gewor⸗ den biſt, und ſeit wann?“


