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209 Sie hob langſam den Kopf, als verlaſſe ſie nur ungern die ihr zuſagende Stellung.
„Das will ich Dir ſagen“... entgegnete ſie... „In jener Krankheit, während welcher Du mich ge⸗ pflegt, da hielteſt Du mich viel bei der Hand, zuweilen Stunden hintereinander, und es war mir, als ſtröm⸗ ten Geſundheit, Glück und Ruhe in mich herüber, als gäbſt Du mir ein Theil von Dir ſelbſt, und Deine Hand lag oft kühlend auf meiner brennenden Stirn und verſcheuchte die häßlichen Traumbilder. O, ich fühlte es wohl, wenn ich auch ſcheinbar beſinnungslos dalag, und als ich dann erwachte, da wußte ich es auch mit einem Male ganz klar und deutlich, daß ich Dich ja ganz unermeßlich lieb habe.“
„Und Du riefſt mich dennoch nicht zurück?“... fragte Veröczy vorwurfsvoll.
„Ich rief Dich— ich ließ Dich rufen.“
„Und ich hörte nicht darauf, weil ich es für Zwang hielt, den Du Dir auferlegteſt. O, hätteſt Du mir Alles geſchrieben, wie Du es jetzt zu mir geſagt! Was wäre uns erſpart geblieben! Welche Jahre der Verwüſtung! Wie viel Scham und Reue!“
Sie hob das ſchamhaft geſenkte Auge und ein
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