Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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gen

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„Nun, daß ſie kein Kapuziner ſei, wußte ich ſchon nach der erſten halben Minute.“

„Ein Weib, ſage ich Dir, wie es kein zweites gibt!“

Dann ſetzte er ſich, ohne ſich weiter um mich zu kümmern, auf ſeinen Stuhl an den einſamen Jung⸗ geſellentiſch, ſtützte beide Ellenbogen vor ſich hin und ſtarrte mit einer Miene in die mächtigen Rauchwolken, die er von ſich blies, daß ſein viel zu hageres und ſcharfgeſchnittenes Adlergeſicht durchaus nicht ſchöner wurde, mich aber durch den noch nie darin bemerkten ſchwermüthigen und ſinnenden Ausdruck eigenthümlich überraſchte und anzog.

„Du intereſſirſt Dich alſo für ſie?“... fragte ich und ſetzte mich wie ein Inquiſitor ihm gegenüber.

„Intereſſiren? Blödes Wort, riecht auf hundert Schritte nach dem Salon. Man merkt, wo Du in letzter Zeit Deine Schuhſohlen durchgeſchliffen.“

Das war wieder der alte Haun. Den Block hatte ich mir ſelber vor die Naſe geſchoben; um denſelben — das wußte ich wohl— war nicht herumzukommen, ſo mußte meine Wißbegierde denn andere Pfade ein⸗ ſchlagen.

„Ein Weib, ſagſt Du, folglich iſt ſie verheirathet?“

„Leider Gottes!“

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