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überbringen ſollte, etwas ſo Unerhörtes, daß alle Drei ſprachlos auf der Straße ſtanden und ſich gegenſeitig anſtarrten. Allmälig kam dann noch eine Schwägerin, eine Magd, ein halberwachſenes Mädchen, das ein dreijähriges Kind auf dem Arme trug, und zu guter Letzt mein Kutſcher dazu, ohne daß die Vergrößerung des Raths beſonders zur Erleuchtung deſſelben beige⸗ tragen hätte. Der Wirth kratzte ſich nun am linken Ohre, die Wirthin gab ſich alle mögliche Mühe, den einen nackten Arm mit dem andern und dieſen mit der Schürze zu verdecken, was wahrſcheinlich ihrer An⸗ ſicht nach die Toilette auf's Tadelloſeſte vervollkomm⸗ nete, die Schwägerin fuchtelte mit dem Kochlöffel, die Magd verſteckte jedesmal, wenn mein hülfeſuchender Blick ſie traf, ihr rothes dickes Geſicht kichernd hinter dem durchlöcherten Schürzenzipfel, das halberwachſene Mädchen riß den Mund weit auf und das kleine Kind ſteckte das ſchmutzigſte der zehn Fingerchen in den ſei⸗ nen, mein Kutſcher ſchüttelte den Kopf, was ſein Gaul, als ſei er darauf dreſſirt, mit erbarmungswürdiger Reſignation wiederholte, und nur der Knecht behielt die Faſſung— er war es auch, der zuerſt das löſende Wort fand.
„Ja, wenn die Rodenhoferin—!.. ſagte er, das Uebrige ſpann er in der Phantaſie weiter aus, aber der


