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miges Eckgemach. Das eine der beiden Fenſter ſah nach einem Vorſprung des Waldes, deſſen dunkle Tan⸗ nen mit kleinen Eiskryſtallen wie mit Zucker über⸗ ſtreut waren; das andere öffnete einen weiten Ausblick in das Thal und auf das ſchmale Bette des erſtarr⸗ ten Flüßchens. Die weite Schneefläche, glitzernd im Strahle der ſchon zum Niedergang ſich neigenden Ja⸗ nuarſonne, ließ den Aufenthalt im wohlverwahrten Zimmer doppelt angenehm erſcheinen. Hier blühte auf dem dichten Teppich ein ganzer Frühling farbenfriſcher Blumen aus ſchwellendem dunkeln Mooſe und der helle Flackerſchein des offenen Feuers im wärmeſpendenden Ofen erzeugte ein Gefühl der Behaglichkeit, das Gefühl, daheim zu ſein in ſeinen vier Wänden. Es iſt dies ein Geſchenk des nordiſchen Winters, der fröſtelnde Süden kennt es nicht. Man lebt dort mehr außerhalb des Hauſes als in demſelben.
Schöne alte Kupferſtiche und Bronzebüſten ſchmück⸗ ten die dunkel tapezirten Wände. Ein Gewehr⸗, ein Bücherſchrank, ein großer, mit allerlei Schriften und Büchern bedeckter Schreibtiſch, die zahlreichen übrigen Möbel aus geſchnitztem Nußbaumholz mit dauerhaften Lederüberzügen, ſowie die zahlreichen Rauchrequiſiten wieſen darauf hin, daß dieſer Raum ſpeciell vom Hausherrn als Wohn⸗ und Arbeitszimmer benutzt wurde.
Byr, Nomaden. V. 15
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