Teil eines Werkes 
5. Bd. (1871)
Entstehung
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war öfter unterbrochen, wenn die Bewegung Herr zu werden drohte. Die Worte klangen haſtig und wie ein

¹ Nothruf aus tiefſter Seele.Gerhard, gehe nicht wie⸗ der fort nnd ſſchreibe mir nicht wieder ſolche Worte, ich würde ſonſt verzweifeln. Lieber nicht leben! Nimm mich von hier, ſchiebe es nicht länger hin⸗ aus! Ich weiß, daß dieſe Bitte ſonderbar von mir iſt, aber ich kann nicht anders. Was ſoll aus mir werden? Meine Schweſter will fort nach der geſtrigen Scene mit ihrem Manne und nachdem er ihr den Kna⸗ ben und die Penſion für denſelben genommen. Du ſ willſt nicht, daß ich mit ihr gehe, Du willſt nicht, daß o nimm mich fort! Ich will überallhin gehen, wo⸗ hin Du willſt! Adrienne! rief er weich und ſchlang den Arm um ihren von Schauern erfaßten Leib. Sanft zog er ſie an ſich und ſprach ihr liebkoſend zu.Könnte ich Dich denn verlaſſen? Warum ſonſt wäre ich heute hier, als um Dir zu ſagen, Daß Du mir theurer biſt als Alles und daß Du Dich ſtützen ſollſt auf meinen Arm, der Dich ſicher herausführen wird aus all den Gekfahren? Jetzt war ſie ſo, wie er ſie zu finden er⸗ wartet hatte, wund, flüchtend, reuig, und er war der barmherzige Samariter, der ſich zu ihr niederbeugte, die Wunden wuſch und verband, ſie aufnehmen wollte 5