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Leidenſchaft hingeworfenen Schreibens. Du haſt mich für hart und unverſöhnlich gehalten, Du mußteſt an der Tiefe meines Gefühls, an meiner Liebe ſelbſt zweifeln, Kälte und Bitterkeit ſind in Dein Herz ein⸗ gekehrt— armes, armes Kind, wie wehe hab' ich Dir gethan! Verzeihe mir— ſieh, ich bin es, der Dich um Verzeihung bittet! Ich kann ohne Dich nicht ſein, ich ſelber habe Alles vergeſſen bis auf das Eine, daß Du mein biſt für immer!“
Seine Stimme war weich und ſchmeichelnd gewor⸗ den und nochmals ſtreckte er dem geliebten Mädchen beide Hände hin. Adrienne hob die langen dunkeln Wimpern und heftete ihren Blick lange und forſchend auf ihn, ohne daß ihre Lippen ſich bewegt hätten. Endlich reichte ſie ihm ihre Rechte, die er mit warmem Druck in ſeine beiden Hände ſchloß. Er zog die noch immer leiſe Widerſtrebende an ſich und küßte ſie erſt auf die Wange, die ſie ihm bot, dann auf die Lippen, die er mit ſanfter Gewalt zum Ausharren zwang. Adrienne aber löſte ſich, noch immer ſchmollend, aus dieſer Umarmung, ſie ſchüttelte den Kopf und ließ ſich langſam auf das Sopha nieder.
„Du liebſt mich nicht“, ſagte ſie mit gepreßter
Stimme,„wie hätteſt Du ſonſt verreiſen mögen, da ich
Dich bat, zu kommen. Du ſpielſt nur mit mir.“
von
en


