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Zugang zum Hauſe beinahe erkämpfen mußte. War er denn über Nacht ein völlig Fremder hier geworden? Der Empfang wollte ihm faſt ſymboliſch dünken, aber er faßte ſich ein Herz und ſchritt vorwärts.
Die Köchin trat ihm jetzt im Hausgange entge⸗ gen, doch ſie kannte ſein Verhältniß zu der Herrſchaft und ließ ihn lächelnd vorüber. Sein Herz klopfte weit heftiger als zu jener Stunde, wo er an Maxime's Hand die Treppe zu Adriennens einfachem Stübchen empor⸗ geſtiegen war, und doch hatte er damals eine Entſchei⸗ dung geholt, indeß er ſie heute ſelber brachte.
Er hörte eine Stimme im Salon laut und leiden— ſchaftlich ſprechen, und als er die Thür öffnete, konnte er noch die Worte vernehmen:„Du mußt Dich entſchei⸗ den, es bleibt Dir keine Wahl, denn ich gehe nach Paris!“
Madame de Granier hatte es Adrienne zugerufen, die mitten im Gemache ſo ſtand, daß ſie Gerhard's Eintritt ſogleich bemerkte. Ein Ausruf der Ueber⸗ raſchung unterbrach ihre ältere Schweſter, die ſich raſch umwendete und den Beſucher erkennend aufkreiſchte und mit erſtaunlicher Schnelligkeit zu der ihr nächſtgelege⸗ nen Thür hinausfuhr, offenbar um ſich und ihre noch äußerſt manigelhafte Toilette, an der ſich heute die Gra⸗ zien noch nicht betheiligt hatten, dem unberufenen Auge zu entziehen.


