Teil eines Werkes 
4. Bd. (1871)
Entstehung
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Findeſt Du? fragte Streicher überraſcht, dann ſetzte er lauernd hinzu:Du biſt alſo jetzt ſelbſt der Meinung, daß das Heirathen beſſer unterbleibt? Bei Dir ja, da Du nun einmal dagegen biſt. Aber warum nicht auch bei Dir? Ein Gutes iſt doch in jedem Uebel zu finden, ſo auch in dem Unheil dieſer Nacht. Du haſt jetzt die beſte Gelegenheit, Deine Braut auf die Probe zu ſtellen, und kannſt ſagen, Du ſeieſt verarmt. Ich hätte Dich nicht für ſo romantiſch gehalten, entgegnete Gerhard lächelnd und kopfſchüttelnd.Der⸗ gleichen Prüfungen ſind mit den Ritterromanen und gewiſſen Rührdramen veraltet. Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Wenn nur die Wirkung zutrifft, das Mittel mag veraltet oder mit dem neueſten Erfindungspatent privilegirt ſein. Auf den Erfolg kommt es an. Und was ſoll der Deiner klugen Goldwage ſein? fragte Gerhard etwas kühl. Es wird ſich zeigen, ob die Gewogene nicht zu leicht befunden wird, ob Du auch ohne Beigabe Deines Vermögens noch dieſelbe Bereitwilligkeit findeſt, Dein Schickſal zu theilen. Und was weiter? Und was weiter? Es wird ja dann eine Ver⸗