Teil eines Werkes 
4. Bd. (1871)
Entstehung
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Streicher's Weſen ſchlug mit einem Male um; die Hände preßte er zuſammen und hohe Zornesröthe färbte ſein Geſicht.

Leichtſinnig? Leichtſinnig? Lächerlich! ſchrie er und lachte dabei mit den kurzen, ſcharfen Lauten einer ohnmächtigen Wuth.Leichtſinnig? Sage: wahn⸗ ſinnig, böswillig, heimtückiſch! So handelt kein Menſch mit geſundem Menſchenverſtand. Das iſt ein Act der Phreneſie!

Gerhard war erſtaunt, ja verblüfft über die Flut ſo heftiger Vorwürfe von einem Menſchen, dem eigent⸗ lich er ſie zu machen berechtigt geweſen wäre. Er war gewohnt, Streicher immer anders als alle Welt zu finden, immer ſo, wie man es im Grunde nicht er⸗ warten konnte, diesmal ging es aber doch zu weit, und als Streicher in ſeinem Ausbruche fortfuhr, fiel ihm endlich Gerhard ziemlich ſcharf in die Rede:

Daß man beim Schaden auch den Spott hat, weiß ich, Vorwürfe aber verbitte ich mir.

So? Das iſt der Egoismus, wüthete Streicher weiter,dem es nicht genehm iſt, die Wahrheit zu hören. Alſo ich ſoll nicht einmal meine Meinung aus⸗ ſprechen dürfen, ſoll ſchweigen wie ein getreuer, ſteuer⸗ erdrückter Unterthan, nachdem Du mich durch Deinen

unverantwortlichen Leichtſinn gut, nennen wir das Byr, Nomaden. IV. 13