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Eitelkeit— Gott bewahre! Nur weil ich dann ſagen könnte: Da ſeht her, ich bin ein ausgezeichneter Mann.“
„Ein Mann von Verdienſt“, ſchaltete Graf Hil⸗ mersdorf ein.
„Ja, ein Mann, der ſich's ſauer verdient hat und ſeinem Stande Ehre macht, nicht nur was das Ein⸗ kommen betrifft, ſondern auch die noble Handlungs⸗ weiſe. Glauben Sie mir, meine Herrſchaften, es gibt keinen größern Verehrer des Adels als mich, und um Ihnen das zu beweiſen, ſollen Sie alle mit mir anſtoßen auf das Wohl und Gedeihen des hohen Adels.“
Und zur Verwunderung der Uebrigen brachte er aus einem Sacke, der auf ſeinem Pferde gelegen, einige Flaſchen jenes herrlichen Weins von Coquempey, der in der Umgebung von Martigny wächſt, ſchon den Römern bekannt war und in den unmittelbar unter⸗ halb der Gletſcher angelegten Kellern durch jahrelanges Lagern zu dem berühmten Getränk reift, das unter dem Namen vin de glacier alles Traubenblut der Erde an Feuer übertrifft.
Der vorſorgliche Wirth der Geſellſchaft hatte auch für Gläſer geſorgt und die Stimmung ſchlug ſchnell zu ſeinen Gunſten um. Graf Hilmersdorf behauptete, er ſei doch ein ganz guter Junge, und Alles ſtieß


