Teil eines Werkes 
4. Bd. (1871)
Entstehung
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auch die Heimat zerſtört, unſern Namen kann man uns nicht nehmen. Man mag uns durch Kniffe und Ränke aus unſern Schlöſſern vertreiben, unſere adlige Geſinnung raubt man uns doch nicht. Herr von Rü⸗ derich könnte Ihnen eine Geſchichte erzählen, wie man um Haus und Hof kommt.

Ja, ich könnte eine Geſchichte erzählen, nickte der aufgerufene Zeuge beiſtimmend.

Die könnten Andere auch erzählen was meinen Sie, Leſtow? weckte Graf Hilmersdorf den Träumen⸗ den, der aber den freundſchaftlich nach ihm geführten Hieb nicht merkte.Die Sache geht ganz natürlich zu, fuhr er lachend fort.Herr Glückſtadt ſagt ja ſelbſt, man braucht die Steine der gebrochenen Ritter⸗ burg, um daraus den prächtigen Palaſt zu bauen, in dem ſich Ahasverus endlich zur Ruhe ſetzen will.

Und die Vertriebenen ſollen wandern für ihn, murmelte Baron Leſtow ſo grimmig, als zähle er ſich ſelbſt zu den Unſtäten, welche der ſeines endloſen Wan⸗ derns überdrüſſige ewige Jude hinausgetrieben, um ſich an ihrem Herde niederzulaſſen.

Ich bin erſtaunt, äußerte Frau von Rüderich ſpitz.Nach verſchiedenen Beiſpielen gerade aus Ihrer Clique, Verehrteſter, hätte ich Sie nicht für einen Feind des Adels gehalten. Ein Herr von Glückſtadt