Teil eines Werkes 
4. Bd. (1871)
Entstehung
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Es ſcheint ja gar, Sie freuen ſich darüber? Sind Sie denn ein Anhänger des rohen Pöbels, daß es Ihnen Vergnügen macht, die Schutzſtätten der feudalen Macht und Größe zerbröckeln zu ſehen? Mit den Burgen des Adels fällt Alles in Trümmer: Religion, Treue und Loyalität.

Aber die Steine, entſchuldigte ſich der Banquier und deutete dabei auf die rings umherliegenden Mauer⸗ reſte,ſind prächtig zu verwenden zu einem Neubau Es kann nun einmal nicht Alles beim Alten bleiben und neue Häuſer ſtehen oft gerade ſo feſt wie die alten, wenn eine geſunde Geſchäftsgebarung dabei iſt. Der Eine muß fallen, damit der Andere ſteigt, und Neubau iſt vonnöthen in der Ringſtraße, in der Geſellſchaft und im Staate.

Ah! entgegnete Frau von Rüderich, ihre Lorg⸗ nette vors Auge nehmend, um dem Banquier, dem dabei nicht ganz wohl zu Muthe wurde, vornehm zu fixiren, Sie gehören alſo zu jenen Neuerern, die aus der Welt eine Börſe, aus dem Salon einen Gerichtsſaal machen möchten und der Meinung ſind, die Menſch⸗ heit ſolle ſich in Zukunft ganz unterwürfig von Finanz⸗ männern und Advocaten regieren laſſen. Es gilt einen Sturm auf alle Ritter⸗ und Königsburgen, aber ich denke, Sie täuſchen ſich, mein Herr; wenn man uns

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