Teil eines Werkes 
3. Bd. (1871)
Entstehung
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Biſt Du denn nicht reich? Du ſagteſt doch fiel Adrienne betroffen ein.

Gerhard zuckte die Achſeln.

Nicht genug, um ſolche Träume in Erfüllung gehen zu laſſen, antwortete er.Wir werden nicht darben, aber was Du vom Leben verlangſt, fürchte ich Dir nicht bieten zu können.

Weil Du es nicht willſt, ſchmollte Adrienne.

Du machſt mir einen ſchmerzlichen Vorwurf.

Nein, nein, änderte Adrienne raſch ihren Ton, ich habe Dir nicht wehe thun wollen, aber wenn wir uns ein wenig einſchränken, Gerhard, könnten wir ja doch wenigſtens heuer nach Italien und dann jeden Winter nach Paris ach, nach Paris geht es ganz gewiß; dazu wird es doch reichen, ich will ja auf Alles Andere verzichten!

Würde nicht vielleicht ich beſſer thun, entgegnete Gerhard zögernd und mit tiefem Ernſt,meinerſeits darauf zu verzichten, Dich in eine Bahn hinüberzu⸗ ziehen, die Deinen Wünſchen ſo wenig zu entſprechen geeignet iſt? Würdeſt Du nicht vieleicht lieber im Hauſe Deiner Schweſter bleiben, ſetzte er mit gepreß⸗ ter Stimme hinzu,wenn ich Dir das Glück, wie Du es erwarteſt, nicht bieten könnte?

Adrienne erröthete lebhaft, ſie blickte ihrem Bräu⸗