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Auch trat die Aehnlichkeit des Charakters, was Ver⸗ gnügungsſucht und Vorliebe für Toilette betraf, mit jenem der Schweſter immer deutlicher hervor, freilich nicht in ſo abſchreckender Weiſe, daß Gerhard mit ſei⸗ nem liebenden Herzen nicht Entſchuldigungen und Be, ſchönigungen di Fülle gefunden hätte. Das Alles⸗ meinte er, würde anders werden, ſobald ſie erſt ſeine Frau ſei. Er betrachtete Vieles nur als kindiſche Aeußerung, was ihm, hätte er es als Ausfluß der wirklichen Geiſtesrichtung genommen, ernſte Bedenken eingeflößt haben würde. So hatte er ſchon manches Befremdende in den wenigen Tagen hinweggeſcherzt; diesmal war er aber doch ein wenig nachdenklich ge⸗ worden.
„Anders wäre es“, hatte er geſagt. Nun ſchlug er aber einen ernſtern, gemüthstiefern Ton an.„Solche Pläne ſind ſehr hübſch, meine theure Adrienne, aber ſie ſind eben nicht immer ausführbar. Ein Einzelner hat ſeinen Koffer bald gepackt, wer aber ein ſolches Leben, wie Du es eben geſchildert, mit der Familie führen wollte, der müßte, abgeſehen von allem Andern, ein fürſt⸗ liches Vermögen beſitzen, um nicht gezwungen zu ſein, nach kurzer Zeit dies Wanderleben mit dem alles Hab und Gut enthaltenden Karren hinter ſich und dem
Hut in der Hand als echter Landſtörger fortzuſetzen.“ 14*
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