Teil eines Werkes 
3. Bd. (1871)
Entstehung
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Ich habe ja kein Recht, entgegnete Adrienne mit dem niedergeſchlagenen Blicke der Demuth auf die ſcherzhafte Frage,Dich wegen der Verwaltung Deiner Mittel zur Verantwortung zu ziehen. Du biſt Herr und Eigenthümer derſelben, Alles, was mir zu Theil wird, iſt ein Geſchenk.

Gerhard baute darauf, daß keins der Augen am Spieltiſche ſeinem Benehmen Aufmerkſamkeit widmen werde, und zog Adriennens Hand an ſeinen Mund. Er ſchob ein wenig den Aermel des Sammtpaletots zurück, ſodaß Streicher's Penſée zum Vorſchein kam, und küßte den entblößten Arm. Er fühlte ſich gerührt und entzückt zugleich.

Und glaubſt Du, flüſterte er,ich würde Freude an meinem Beſitze haben, wenn ich ihn nicht Dir zu Füßen legen könnte? Jeder Genuß, den ich mit Dir theilen oder Dir allein bereiten kann, würde mir ver⸗ leidet, müßte ich immer Deinen Dank darauf hören, als hätte ich Dir ein Almoſen zugeworfen. Nein, Kind, ich will kein wünſcheloſes Weib, das ſich nur fügt und mit Allem vorlieb nimmt. Unſere Heimat iſt ohnehin ein wenig einſam und ſtill, Dein Geſchmack aber ſoll unſer einfaches Haus ſchmücken, Deine Wünſche werden uns tauſend kleine Aufgaben ſchaffen, deren Ausführung uns Beſchäftigung genug geben wird.