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„Nichts als Ihre Verſicherung, daß Sie ſich hier nicht glücklich fühlen, und das iſt ein Bekenntniß, für das ich Sie verehren möchte wie eine Heilige. O Sie glauben nicht, Adrienne, was ich an jenem Abend ge⸗ litten, bis ich Ihnen vor der Gartenthür begegnete, und wie dieſe Begegnung die Nacht meines Gemüthes plötz⸗ lich in ſtrahlend hellen Tag verwandelte! Seitdem glaube ich Ihnen keinen Grund zur Unzufriedenheit oder zum Zweifel gegeben zu haben. Sie können klar in mein Inneres ſehen und darum verſtehe ich nicht, was Sie vorhin meinten. Ich bitte Sie, erklären Sie mir's.“
Es war als ſei Adrienne bereit zu ſprechen, aber ehe ſie ihr Zaudern noch überwunden hatte, war es für diesmal zu ſpät.
„Vielleicht ein andermal“, flüſterte ſie raſch, indem ſie ſich gleichzeitig erhob. Ihr feines Ohr hatte den Schritt der Schweſter auf dem Corridore erkannt und beinahe unmittelbar darauf trat Madame de Granier mit Maxime, den ſie an der Hand führte, ein.
Sie begrüßte Gerhard beſonders freundlich und lud ihn zum Frühſtück ein, das ſchon im Nebenzimmer aufgetragen ſei.
„Aber wie?“ fügte ſie gegen ihre Schweſter hinzu. „Du biſt noch im Deshabillé! Was wird Monſieur Stran⸗


