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ſchlug ſein Herz höher und er faßte unwillkürlich ihre Hand.
„Wie kommen Sie darauf, Adrienne?“ fragte er lebhaft.„Iſt Ihnen in meinem Benehmen etwas un⸗ klar, worüber Sie Zweifel hegen? Sagen Sie, Adrienne, iſt es ſo?“
„Ich fürchte, daß Sie mich und meine Lage miß⸗ kennen“, ſagte ſie leiſe, indem ſie ihm langſam die Hand entzog und ſich halb von ihm abwendete.„Ge⸗ rade heute mußte ich es denken.“
„Aber mein Gott, ich weiß nicht— ich verſichere Ihnen, Adrienne—“
„Laſſen Sie es gut ſein“, unterbrach ſie ihn mit ſchmerzlicher Erregung, die ſie nicht verbergen konnte, „ich habe es Ihnen nicht übel genommen. Aber ich glaubte, Sie wüßten, daß ich nicht gern hier im Hauſe ſei. Um ſo mehr war ich zuvor überraſcht und mußte mich fragen, was Sie bewog— nun ja, Sie ver⸗ ſtehen mich.“
„Ich?“ rief Gerhard im höchſten Grade erſtaunt. „Ich? Kein Wort! Ich ſchwöre es Ihnen!“
„So? Sie wiſſen alſo nichts!“ entgegnete Adrienne in einem Tone, in welchem ſich ganz leiſe Spott und Enttäuſchung ausdrückten. Sie ſenkte den Blick und ihre Zähne drückten ſich in die eingeklemmte Unterlippe.


