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von der er ſelbſt keinen Dank für ſeinen bewieſenen Eifer erntete. Mußte ihm ein ſolcher Verdacht bei Adrienne nicht ſchaden? Und doch ließ ſich die ganze Wahrheit nicht geſtehen.
„Ja“, ſagte er feſt„ich mußte aber eine Zumu— thung ernſtlich zurückweiſen, die eine Dame boshaft bloßſtellte und für die kein Grund in unſerm wirk⸗ lichen Verhältniſſe vorhanden iſt. Ich habe mich gegen eine Lüge gewehrt, die mich empörte, vielleicht gerade darum“— er ſprach das Folgende mit beſonderem Nach⸗ drucke—„weil ich nicht wollte, daß meinen ganz gewöhn⸗ lichen Beziehungen zu jener Dame irrigerweiſe Ab⸗ ſichten untergeſchoben würden, die ich nicht hege. Das iſt die wahre Urſache, die man Ihnen vielleicht nicht mitgetheilt hat, Adrienne.“
„Wenn es ſo iſt—“ entgegnete ſie zaudernd und ſpielte dabei nachdenklich mit dem Goldreif an ihrem Arme.„Aber wiſſen Sie auch, ob die Betreffende Ihre Handlungsweiſe ſo deutet? Man unterſcheidet oft ſo ſchwer und weiß nicht immer, wie man gewiſſe Zeichen aufzunehmen hat.“
Gerhard verſtand ſie nicht recht. Bezogen ſich ihre Worte auf ſie ſelbſt oder auf Lizzie? War es eine allgemeine Bemerkung oder lag ein ganz ſpe⸗ cieller Sinn darin? Bei dem letztern Gedanken


