Teil eines Werkes 
3. Bd. (1871)
Entstehung
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Verſtändniß zuletzt vielleicht mit einem unheilbaren Riß und einem ſehr kühlen Abſchied enden werde.

Um ſo mehr war es Zeit, ſtatt des Freundes einen andern treuen Gefährten fürs Leben zu gewinnen, der nicht nur Erſatz bieten, der dies ganze Leben zu einem neuen, an Glück, Liebe und innerer Befriedigung rei⸗ chen geſtalten ſollte.

In dieſer Stimmung trat er, ohne daß die Magd ihn geſehen hätte, ins Haus und in den Salon. Er hatte ganz vergeſſen, ſich anmelden zu laſſen, ſein Ein⸗ tritt mußte daher überraſchen. Es war offenbar kein Beſuch zu dieſer Stunde erwartet worden. Im Erker lag auf dem blauen Divan ausgeſtreckt Adrienne in die Lectüre eines Buches vertieft, das ſehr intereſſant ſein mußte, denn ſie ließ ſich durch das Geräuſch der Thür nicht ſtören. Ein leichter heller Peignoir um⸗ hüllte ſie, doch ſah ihr feingeformter Arm aus den weiten offenen Aermeln hervor, wie auch ihre Füßchen, in rothen kleinen Pantoffeln ſteckend, ſichtbar waren. Das Haar lag noch ungeordnet in ein Netz gefaßt und ein eigenſinniges Löckchen ſtahl ſich daraus hervor und fiel in weichen Ringeln auf den ſchlanken Hals, wie um deſſen Weiße kokett zu erhöhen.

Auf dem Boden, unmittelbar vor dem Divan, ſaß Maxime eifrig beſchäftigt, Nero mit einem Nacht⸗