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der Verdruß wider Willen erpreßt hatten. Die Hin⸗ deutung war klar genug, ſodaß Gerhard nicht zweifeln konnte, worauf ſie zielte. Er empfand eine lebbafte Beſchämung, denn die Erinnerung an jenen Abend tauchte in ihm auf, wo er, ſo raſch aus ſeiner kurz zuvor an⸗ genommenen Beſchützerrolle fallend, Lizzie verlaſſen hatte, um ſich Adrienne und ihrer Schweſter anzuſchließen. Hatte Lizzie nicht eigentlich Recht, ſeinen Schutz zu⸗ rückzuweiſen?
Er ſuchte verſöhnlich ihre Hand zu faſſen, ſie aber entzog ihm dieſelbe raſch, er konnte nicht entſcheiden, ob aus Widerwillen, oder blos weil ſich im ſelben Momente die Thür öffnete, an der ſie ſtanden, und Frau von Rüderich auf der Schwelle erſchien.
„O, o, mille pardons, wenn ich geſtört habe!“ rief die ſo unerwartet Hinzugekommene und ſetzte, ihr Lorgnon an die Augen führend, mit widerlichem Lä⸗ cheln hinzu:„Ich kann mich ja wieder entfernen, wenn mein Erſcheinen etwa unangenehm iſt.“
Die überall Romanſtoff witternde Schriftſtellerin hatte ſogleich ihre Schlüſſe gezogen, zu welchen ſie aller⸗ dings die Gruppe, welche ſie antraf, Gerhard's erregte Miene, das raſch die Farbe wechſelnde Antlitz Lizzie's und ihr noch thränenfeuchtes Auge zu berechtigen ſchien.
Auch ein Beobachter, der ſich weniger auf ſeinen Scharf⸗ Byr, Nomaden. II. 13
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