Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
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mußten, wenn ich durch meine Unſicherheit der Ver⸗ leumdung nicht ſelber Breſche öffnen wollte.

Und reichte es nicht aus, wenn Sie ihn zur Rede ſtellten?

Sie waren die Beleidigte. Ich durfte die Bos⸗ heit ruhig hinnehmen, für mich lag höchſtens eine Schmeichelei darin. Ließ ich es aber hingehen, ſo hätte ich damit ein Zugeſtändniß gemacht.

Was ſagte er? fragte Lizzie ſcharf. Gerhard aber zuckte ſtatt jeder Antwort nur leiſe die Achſeln. Die Bewegung ſagte ihr genug, ſie wandte ihren Blick raſch ab. Die reizendſte Verwirrung malte ſich auf ihrem Geſichtchen. Ihre Finger blätterten nervös in dem Journale.

Darf ich jetzt hoffen, fragte Gerhard nach einer kleinen Weile,daß Sie mir die Unannehmlichkeit, welche Ihnen die Abbitte bereitet, wenigſtens vergeben?

Sie hätten die Veranlaſſung vermeiden können, brachte ſie haſtig mit gepreßter Stimme hervor und wandte ſich zugleich mit raſchen Schritten der Thür zu. Noch ehe ſie dieſelbe erreichte, war Gerhard an ihrer Seite. 3

O bitte, gehen Sie nicht ſo, ſagte er, die Hand vorſtreckend, um Lizzie am Oeffnen der Thür zu hin⸗ dern.Ich kann es nicht haben, daß Sie böſe ſind.