Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
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ſich ſtolz aufgerichtet, ihr graues Auge ſchien an Größe und dunkler Färbung gewonnen zu haben und blitzte muthig und kampfbereit Gerhard entgegen, der das freiwillig übernommene Amt jetzt ziemlich ſchwer fand.

Ich hätte einige Präludien vorausſchicken ſollen, ſagte er,oder wenigſtens anders beginnen, ich ſehe es ſchon. Sie wollen von mir durchaus einen feind⸗ lichen Angriff vorausſetzen, obwohl ich meines Wiſſens Ihnen noch keine Veranlaſſung dazu gab. Sie ſind ein junges Mädchen, Miß Lizzie, ich bin ein Mann, der manches Jahr, manche Erfahrung hinter ſich hat. Was Ihnen noch unerhört erſcheint, habe ich vielleicht ſchon mehr als einmal mit eigenen Augen geſehen. Ich kenne die Gefahren, die eine Frau bedrohen, und wenn ich warne, meine ich es ſicher ehrlich. An eine Beleidigung denke ich nicht. Auch bin nicht ich es, der ein Urtheil über das Benehmen Ihrer Schweſter oder auch nur die geringſte ihrem Rufe nachtheilige Vermuthung ausſpricht. Ich wollte nur ſagen, daß es vielleicht doch gut wäre, jedes Wort, jede Bewegung, jedes Lächeln ſorgſamer zu überwachen, damit nicht Leute wie Frau von Rüderich Veranlaſſung erhalten, allerlei Combinationen zu machen und ihnen offen Aus⸗ druck zu verleihen.