Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
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66 friedigt. Es wäre viel ſchöner, Sie hätten daran ge⸗ dacht, eine Mandoline mitzunehmen, ſtatt das Ruder zu handhaben.

Das Ruder hat auch ſeine Muſik, erwiderte Gerhard;das rhythmiſche Plätſchern wäre eine ganz

hhübſche Begleitung zu einer ſchönen Menſchenſtimme.

Wäre der Schmerz nicht zu groß, ich würde Miß Lizzie bitten, etwas zu ſingen.

Ja, ja, ein Lied, flehte der Graf.

Es wäre hübſch ein Lied, meinte auch Mr. Lesley.

Aber der Fuß, warf Mrs. Wallace ein.

O der ſchmerzt nicht in ſo ruhiger Lage, wider⸗ ſprach Lizzie,und wenn mein Meiſter mich ſogar durch eine Schmeichelei beſticht und meine Stimme lobt, ſo muß ich ſchon nachgeben, aber es wird nicht ſehr laut werden. Alſo bitte, plätſchern Sie ein wenig, Herr Strandau.

Sie ſang:Mein Herz iſt im Hochland. Ihre Stimme klang leiſe und anmuthig, aber man merkte doch, daß es ihr Mühe koſte, zu ſingen. Freilich ge⸗ wann dadurch das ſehnſuchtsvolle Lied einen beſon⸗ dern Reiz, es war wie die Klage eines fern von der Heimat müde und erſchöpft niedergeſunkenen Kindes, deſſen Herz bricht wie die erlöſchende Stimme.