ſich wie ein ſcheues, flüchtendes Kind, das ſeinen Ver⸗ folger fürchtet, an ihn und er fühlte, wie ſie ſchwankte.
„O der Abſcheuliche! Schützen Sie mich!“ ſtieß ſie mit ſtockendem Athem kaum verſtändlich hervor.
„Miß Lizzie, was iſt geſchehen?“ fragte er beſorgt, ſie aber gab keine Antwort, nur ein Stöhnen, leiſe wie ein Seufzer, kam von ihren Lippen und Gerhard mußte ſie ſtärker ſtützen, denn er empfand, wie ſie in ſeinen Armen ſchwerer wurde.
Ihr Köpfchen ſank zurück und ſein an die Dun⸗ kelheit gewöhntes Auge erkannte an den geſchloſſenen Lidern und der tiefen Bläſſe, welche ihr Antlitz über⸗ zog, daß ihr die Sinne zu ſchwinden begannen. Das eben noch ſo heftig pochende Herz ſchien mit einem Male ſtill zu ſtehen und auch ihn überkam der Schreck, den er jedoch mit männlicher Kraft bemeiſterte. Was konnte ihr am Ende auch zugeſtoßen ſein? Vielleicht eine Spinne, eine Kröte, vor der Lizzie, wie viele Mädchen, einen thörichten, jedoch unüberwindlichen Abſcheu empfin⸗ den mochte, oder ein Ausgleiten auf den brüchigen, aus⸗ getretenen Stufen. Er ſuchte das erſchrockene Kind zu beruhigen. Sanfte Worte murmelnd, fuhr er mit einer Hand leiſe und liebkoſend über das Haar und die bleiche Stirn, drückte einen Kuß auf dieſe und rief die Kleine ermunternd beim Namen.


