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würde er das leugnen? Was wäre Böſes daran gewe⸗ ſen, wenn der in ſeiner Familie keinen Platz mehr Fin⸗ dende andern Umgang aufgeſucht hätte? Gerhard fühlte ſich peinlich berührt. Sollte er nun doch, was er ſich ſo lange zu glauben geſträubt, für eine That⸗ ſache annehmen und den zweifelhaften Ruf, in welchem die Villa auf der Höhe ſtand, für berechtigt halten? Lord Aysmonds, von ſeiner Frau getrennt, ſonſt auch in übler Nachrede, ging da aus und ein; war ihm denn Madame de Granier, je öfter er ſich die Einzeln⸗ heiten ſeines Beſuchs in Erinnerung rief, nicht zum mindeſten ſonderbar erſchienen? Hatte am Ende Mr. Lesley ſelbſt kein ganz reines Gewiſſen und darum die gegründetſte Urſache, ſoweit gehende Nachſicht zu üben, wie er es zu Gerhard's großem Erſtaunen gegen ſeine Frau that, deren Umgang mit Graf Hilmersdorf ſicht⸗ lich an Vertrautheit keinen Abbruch erlitten hatte? Umſonſt hatte Gerhard nach jener Schuhgeſchichte das Aergſte befürchtet, Mr. Lesley hatte nichts gethan. Er hatte weder mit dem Grafen noch mit ſeiner Frau eine Erklärung gehabt, denn beide verkehrten nach wie vor vertraulich miteinander. Der Graf brachte ungeſcheut vor aller Welt ſeine Huldigungen dar und die junge Frau lehnte ſie wenigſtens nicht ab und hielt ihn nicht in allzu ſtrengen Schranken.


