was wohl geſchehen ſein mochte, als ſie beim Auf— reißen des einen Fenſterflügels in der Erregung die Scheibe zertrümmerte.
„Ich ſehe aus, als wäre ich eine Mörderin“, ſagte ſie ſchaudernd.„Ach, es wäre vielleicht beſſer, ich hätte mich getödtet“, fügte ſie ganz leiſe mit furchtbar ge⸗ preßter Stimme hinzu, und Gerhard, der die Worte gehört hatte, erſchrak über den ergreifenden Ausdruck der Verzweiflung, der in den kurzen Worten, im Tone der Stimme, in dem ſtarren Blick des tiefeingeſunkenen Auges lag. Die Wärterin brachte ihr das Kind und der Schmerz löſte ſich in convulſiviſchem Schluchzen.
„Olga, meine arme, arme Olga, was ſoll aus Dir werden!“ flüſterte ſie und beugte ſich jammernd über das ‚hold lächelnde kleine Weſen, deſſen Augen der Schlaf ſchon wieder zu ſchließen begann.„O ma pauvre petite fille, mon pauvre ange, que Dieu te bénisse!“
Gerhard leiſtete dem Doctor in Ermangelung eines Gehülfen bereitwillig Aſſiſtenz und entfernte ſich erſt, als der Arm wieder verbunden, der Arzt, den Gebrauch des verordneten Mittels und nochmals ab⸗ ſolute Ruhe empfehlend, ſelbſt gegangen war und die Baronin, durch ſeine Verſicherung, bis zum Morgen werde Alles vorüber ſein, beruhigt, erklärt hatte, mit
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