Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
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welchem der Baron regungslos lag, erkannte aber an dem kurzen, röchelnden Athemzug ſogleich, daß derſelbe keine Leiche ſei. So faßte er ihn denn am Arme und ſchüttelte ihn leiſe, indem er ihn beim Namen rief. Es war ihm, als zuckten die Augenlider des Gerufenen, aber Antwort erhielt er keine, ebenſo wenig als die noch immer jammernde Baronin, die bald das Haupt, bald die Arme ihres Gatten betaſtete und am Bette in die Kniee geſunken war.

Als ſie ſah, daß Alles vergeblich blieb, flog ſie neuerdings hülferufend an die Thür, vor der außen im Corridore ſchon verſchiedene Stimmen laut wur den. Es wurde gepocht und der Verſuch gemacht, die Thür zu öffnen, Monſieur Germain verlangte Einlaß., Gerhard gab endlich ſein erfolgloſes Bemühen bei Baron Leſtow auf und fragte die Baronin, warum ſie nicht ſelbſt öffne.

Es iſt nicht möglich, es iſt geſchloſſen er hat's gethan.

Gerhard ſah nun ſelber nach, der Schlüſſel ſteckte und ließ ſich ganz leicht drehen. Die aller Geiſtes⸗ gegenwart beraubte Frau hatte nicht an den Riegel gedacht, welcher vorgeſchoben war. Die Thür ſtand nun offen und die meiſten aus ihrer Ruhe geſtörten männlichen Bewohner des Hotels drängten herein