Teil eines Werkes 
1. Bd. (1871)
Entstehung
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Miß Lizzie? ſagte er.Sie ſind ja ſelbſt eine kleine

Nomadin oder, wenn Sie lieber wollen, ein zier⸗ licher Schmetterling, der hier- und dorthin faattert, nippt, wo ein Blumenkelch ſich öffnet, raſtet, wenn die Flügelchen ein wenig ermatten, weiter fliegt, wenn ein Lufthauch zum muntern Spiel einladet, und ſich munter im Sonnenſchein des Lebens badet, ohne das Bedürf⸗ niß zu fühlen, an irgend ein unvergängliches Mo⸗ nument der Thätigkeit, das doch der nächſte Regen⸗ tropfen ſchon hinwegwüſche, die koſtbare Zeit zu ver⸗ ſchwenden.

Wenn Sie Recht haben, entgegnete Lizzie ſehr eifrig,ſo thue ichnes nicht freiwillig. Nennen Sie mir eine Aufgabe. Das Leben eines Mädchens iſt überhaupt ein zweckloſes, man will ja gar nicht, daß wir mehr thun, als von allen Ergebniſſen der Wiſſen⸗ ſchaft ein bischen naſchen.

Und mit Recht, fiel Gerhard ein.Der Farben⸗ zauber würde ſonſt abgeſtreift, der graziöſe Schmetter⸗ ling zur brummenden, emſigen Biene, die nicht nur jeden Angreifer, oft auch den Harmloſen mit ihrem Giftſtachel anfällt. Ach, bleiben Sie ein Schmetter⸗ ling, Miß Lizzie!

Ich ſage Ihnen dagegen, Herr Strandau, Sie ſollen Biene werden. Was bei einem Mädchen