n
—
—
er vor kurzem erſt zufällig im Wirthshauſe abends zum erſten Male zuſammengetroffen.
„Guten Abend, Maeſtro!“ grüßte er.—
„Bin kein italieniſcher Leiermann!“ brummte der andere.
„Alſo Meiſterſinger“, lachte Ulrich.
„Bleiben Sie mir mit dem Wagner vom Leibe“, entgegnete der ſchwer zu Befriedigende noch ergrimmter. „Kapellmeiſter, Muſikant Seibold, wie Sie wollen. Aber heda, wo haben Sie das alte erotiſche Lied her? Iſt eigentlich ein Duett von Koning. Bekommt man ſelten mehr zu hören.“
„Erotiſch? Das wüßte ich gar nicht.“
„Und ſingen's doch? Thut's aber die ganze Welt — ſingt, ohne zu verſtehen, was ſie ſingt. Ich könnt's beweiſen. Wir wollen ſehen, was dieſe Welt von mei⸗ nem Pfeifer von Helfenſtein ſagt.“ Die beiden hatten inzwiſchen ihren Weg gemeinſam nach den belebteren Theilen der Stadt fortgeſetzt. Der Kapellmeiſter war offenbar in mittheilſamer Laune.„Sie wiſſen noch nicht, Herr Waldek, daß ich eine große Oper in der Arbeit habe“, erzählte er.„Wollen einmal ſehen, wenn ſie zur Aufführung kommt, ob ich dann noch immer den Tanhäuſer dirigiren muß. Lohnarbeit! Lohn⸗ arbeit!“
A —————
1 4
4
1 5 1 E
———
5
——


