Teil eines Werkes 
1. Bd. (1876)
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ſelben auch erwehren ſollen. Tauchte nicht ſeine ganze Kindheit vor ihm wieder auf, wenn er in dies trau⸗ liche Gemach trat? So wie es jetzt war, hatte er es ſchon vor vielen Jahren gekannt, die beiden kleinen altmodiſchen Portraits zu beiden Seiten des vorhän⸗ genden Spiegels mit den Pfauenfedern dahinter, die geſchweiften und verſchnörkelten Möbel mit dem Ueber⸗ zuge von verſchoſſenem und theilweiſe arg mitgenom⸗ menem gelbem utrechter Sammt, die graue, ſchnurrende Katze unter dem Ofen, das Canarienbauer in der Fenſterniſche und darunter der kleine Nähtiſch mit dem Nadelpolſter, auf dem ein geſticktes Eichkätzchen ſeine poſſirlichen Männchen machte, und noch tiefer der Fußſchemel, der bald Schiff, bald Wagen, bald Locomotive und bald Wiege hatte vorſtellen müſſen, bis endlich der kleine Junge, vom Spiele ermüdet, zu Füßen der Tante darauf eingeſchlummert war, einge⸗ lullt von dem leiſen eintönigen Geſange, der auch da⸗ mals ſchon vom Sopha herübertönte.

Ja, Alles war wie damals, ſelbſt die beiden Schweſtern, die dies Gemach, ſolange er denken konnte, bewohnten, waren unverändert dieſelben. Da ſaß Tante Tina mit dem bunten Federſchmuck im Haar und den verblichenen Bandſchleifen am Halſe und an

den eingetrockneten Handgelenken, die fleißigen Strick⸗ Byr, Larven. I. 15

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