Teil eines Werkes 
1. Bd. (1876)
Entstehung
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Laterano darſtellte. Es war eine figuren⸗ und farben reiche Schöpfung, die ſchon jetzt im unfertigen Zuſtande einen anregenden Eindruck machte und auch dem Künſt⸗ ler zur Befriedigung gereichen mußte. Das verrieth der wohlgefällige Blick, mit dem er davor ſtand und, end⸗ lich der Verſuchung nachgebend, noch halb in Reiſe⸗ kleidern, nach dem Pinſel langte, wenigſtens beiläufig in der Luft die Striche zu markiren, die er ſich jetzt ſchon bei gehöriger Muße hinzuſetzen freute.

Vorläufig gab's freilich Anderes für Ulrich zu thun, als ſich behaglich in ſeinem Atelier einzuniſten, das man ihm zur Ueberraſchung eigens vor ſeiner Rückkehr aus der Fremde gebaut. Sein Pflegevater hatte ihm damit eine Freude bereitet.

Das ganze Haus gehörte demſelben. Als ein Schlagfluß ſeine rechte Seite gelähmt und er ſeiner Stelle in Dreibuchen nicht mehr vorſtehen konnte, hatte ſich Herr Schwemmerich mit ſeiner Frau in die Re ſidenz zurückgezogen, wo ihm ein paar Freunde und Bekannte lebten und er einen großen Theil ſeiner Er⸗ ſparniſſe und eine ihm in ſpäteren Jahren zugefallene Erbſchaft im Ankaufe des hübſchen Häuschens nieder⸗ gelegt, deſſen Miethertrag nun einen Theil ſeiner Re⸗ venüen ausmachte; denn er ſelbſt begnügte ſich mit ein paar Hinterſtübchen, und erſt ſeit Ulrich ernſtlich

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