Teil eines Werkes 
1. Bd. (1876)
Entstehung
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Auch Comteſſe Lilly verneigte ſich ein wenig, doch, wie es ſchien, ohne einen der Herren einzeln anzublicken, da ihre Aufmerkſamkeit zu ſehr vom Pferde in Anſpruch genommen wurde. Dann ſprengten alle drei davon und der Reitknecht folgte ihnen.

Der Hausherr war unter das Thor getreten und ſah den Fortreitenden nach, bis die wehenden Schleier um die Ecke des„Judenhauſes“ verſchwunden waren, vor dem eben eine ländliche Kutſche anhielt, die kurz vorher den Reitern beinahe den Weg verſperrt hatte, ſodaß es einen Augenblick geſchienen, als ob ein Zu⸗ ſammenſtoß ſtattfinden müſſe. Es war Alles gut ab⸗ gelaufen und in der Nähe mochte die Begegnung ſich vielleicht auch weniger gefährlich ausgenommen haben als aus der Entfernung, der Baron aber glaubte nichtsdeſtoweniger gegründeten Anlaß zu haben, ſeinem Mißmuthe Luft zu machen.

„Verdammtes Judenpack!“ grollte er.„Muß ei— nem überall im Wege ſtehen. Arrogantes Volk! Ich glaube, der Kerl prätendirt gar noch, der Hofmarſchall mit den Damen ſolle ihm ausweichen!“

„Es iſt aber nicht Tauber; der Wagen iſt fremd“, warf Flandron, der dem Hausherrn gefolgt war, ſcheinbar beſänftigend ein; er wußte recht gut, daß ſein langjähriger Gönner und Freund im Aerger keinen

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