Teil eines Werkes 
1. Bd. (1876)
Entstehung
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Wie ſagt Ihr Dichter? Warum in die Ferne

ſchweifen, ſieh, das Schöne

Liegt ſo nah'.

Na, diesmal mögen Sie Recht haben, grinſte Mon⸗ ſieur Flandron, indem er ſich die Hände rieb und da⸗ bei die Manipulation überſah, mit welcher der Pater das Fernrohr auf dem Geſtelle wendete,oder viel⸗ mehr Schiller hat Recht, und ſo ſollten Sie das In⸗ ſtrument eigentlich als Nahrohr verwenden. Oder wiſſen Sie mir etwas Schöneres als die ſchöne Judith?

O, Judith Tauber? wiederholte der Pater, in⸗ dem er raſch auffuhr. Seine Brauen kämpften mit der Mißbilligung, die ſie niederziehen wollte, der Mund vermochte das vergnügte, beifällige Lächeln nicht zu bewältigen, und ſo entſtand ein gewaltiges krampf⸗ haftes Zuſammenziehen und Auseinanderlaufen der Stirnrunzeln, die ein mahnender Strich des Syſtems zwar nicht feſtbannte, aber doch tiefer ſchattirte. End⸗ lich zwang das Gefühl geiſtlicher Würde die Lippen zu einem erwägenden Zuſpitzen, und ſo kamen wie aus einem Gewehrlaufe die Worte:Ich ſollte doch denken, die Gräfin oder Comteſſe Lilly

Das denken Sie aber nicht, Sie Heuchler! fiel der andere kichernd ein.Zudem ſind die beiden in Hart

) Byr, Larven. I. 2