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Familie und wurde von den Eheleuten nicht anders ge⸗ halten, als es mit dem abweſenden Sohn Ludwig der Fall geweſen wäre. In ſeiner Gegenwart las man laut die Briefe der abweſenden Freunde, Geſchwiſter und Kinder, und er entwarf ſich aus ihnen, unter denen ſich ja auch die eigenen der jugendlichen Margarethe und die ihres Lobes vollen Briefe Bernecker's und der Frau Binder befanden, ein glänzendes Bild der Tochter ſeines väterlichen Freundes, den auch jetzt wieder ein ſchweres Familienunglück betroffen, indem zwei ſeiner Kinder durch eine Seuche dahingerafft plötzlich ſtarben, ſodaß von Suſanna's reichem Kinderſegen nur zwei Töchter übrig blieben, das Herz der Aeltern zu tröſten. Wie ſehr gedachte in dieſen Kummerſtunden Kepler ſeiner lieben, ihm unerreichbaren Margarethe, welchen Troſt würden er und die tief ergriffene Mutter in dem Wiederſehen des ſchönen, heitern Mädchens gefunden ha⸗ ben!„Wenn ich ſie nur paſſend verheirathen und unter dem Schutze eines würdigen Gatten in Deine Vaterarme ſenden könnte“, ſchrieb Bernecker dem geliebten Freunde. Auch dieſen Brief hörte der wackere Bartſch vorleſen und er brachte einen Entſchluß bei ihm zur Reife, der ſchon lange in ſeinem Herzen erwogen war.
„Magiſter Kepler, mein väterlicher Freund“, ſagte er, raſch von ſeinem Sitze aufſtehend,„Ihr wißt, ich habe


