Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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überall, wo Wallenſteins Feldherrntalent ſie leitete, ward das Reſtitutionsedict gegen die Proteſtanten mit eiſerner Strenge zur Geltung gebracht. Viele Hunderte von proteſtantiſchen Geiſtlichen wurden durch daſſelbe obdach⸗ und brodlos und irrten bettelnd mit ihren Familien durch niedergebrannte Dörfer und Städte. Aber auch die Katholiken hatten viel zu leiden; Wal lenſtein's Heere hauſten in den Ländern der deutſchen Reichsfürſten als einziehende Sieger, und von allen Seiten, namentlich von dem Herzog Maximilian von Baiern, ſeinem Studiengenoſſen, wurde Kaiſer Ferdinand beſtürmt, dem Unweſen der Wallenſteiner ein Ende zu machen.

Johannes Kepler hatte unter dem Fürſten mit ſeiner Familie in Frieden gelebt, freilich aber die Zahlung ſeines rückſtändigen Gehalts jetzt ebenſo wenig als früher em⸗ pfangen.

Seine älteſte Tochter Margarethe lebte noch im mer in ſeines Freundes Bernecker Hauſe in Straßburg, und an ihre Heimkehr in den Schooß ihrer Familie konnte in dieſen furchtbaren Kriegszeiten nicht gedacht werden.

Der Gehülfe Kepler's, der wackere Bartſch, hing mit einer wahrhaften Sohnesliebe an dem Gelehrten, der ihm nicht nur ein Quell des Wiſſens, ſondern auch das Vor⸗ bild jeder Tugend war. Er gehörte ganz und gar zur