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kann mir keinen Zweifel daran einflößen, daß der Herzog von Friedland, der Freund und treueſte Diener ſeines Kaiſers, den Forderungen, die ein ehrlicher Mann an dieſen zu machen hat, zu ihrem Rechte verhelfen wird.“
„Wohlan, wenn Ihr dahin nicht wollt, ſo bleibt bei mir als mein Seeretär und leiht mir bei Arbeiten, denen ich vielleicht in meiner Rauheit nicht gewachſen bin, Eure gewandte Feder.“
Eine Handbewegung des großen Kriegsfürſten benach⸗ richtigte den Gelehrten, daß ſeine Audienz vorüber ſei, und er kehrte zu ſeiner Gattin zurück, der er ſeine Unter⸗ redung mit dem Herzog und die Befreiung des armen Hennig Werner mittheilte, der noch während der Anwe⸗ ſenheit der Kepler'ſchen Familie in Sagan ſeine Hochzeit mit der ſchönen Marie Werner feierte, zu welcher Feſt⸗ lichkeit auch das Kepler'ſche Ehepaar geladen war.
Kepler arbeitete als Secretarius und Translateur in Wallenſtein's Kriegskanzlei, berechnete auf Kaiſer Fer⸗ dinand's Befehl die Ephemeriden bis zum Jahre 1637 und für Wallenſtein die Zuſammenkunft des Jupiter und Mars und ſetzte neben dieſen Arbeiten ſeine mathemati⸗ ſchen, phyſikaliſchen und ſonſtigen Studien aufs eifrigſte fort.
Unterdeß wütheten die Schrecken des dreißigjähri gen Kriegs in allen Gauen Deutſchlands. Wo Ferdi⸗ nand's Truppen als Sieger einzogen, und das war faſt


