Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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Winkel der Stube flüchtend, die Augen mit den Händen zu, um nicht länger ſehen zu müſſen, was ihr das Herz zuſchnürte.

Faſſe Dich, mein liebes Weib, ſagte der Gelehrte, die reichen Flechten der Zitternden ſtreichelnd.Nur die furchtbar ſtrenge Mannszucht, welche der große Kriegs⸗ fürſt hält, kann dieſe aus allen Weltenden zuſammengewür⸗ felten Schaaren in Ordnung halten. Hier gilt kein anderes Geſetz als des Friedländers Befehl, und jede Uebertretung oder Nichtbeachtung deſſelben iſt ein Verbrechen, das ſo⸗ gleich mit dem Tode geſtraft wird. An andern Orten, nach gelieferten Schlachten, in eroberten Städten werden die, welche ſich hier ſo ruhig unter die eiſerne Zuchtruthe ihres Herrn ſchmiegen, eine wilde, zügelloſe Rotte; ſein Auge aber, das Zucken ſeiner Lippe, auf der der Tod ſitzt, hält ſie in Ordnung. Aber ſchau hinaus, was iſt das, welch ein eigenthümlicher Zug bewegt ſich da von der Seite den wüſten Galgenberg hinauf? Nein, mein Suschen, gehe lieber raſch hinaus nach Deinem Stüb⸗ chen auf der andern Seite. Das hier iſt ſicherlich kein Anblick für die Augen einer Frau.

Es war unzweifelhaft, daß ſich auf jener traurigen Höhe eine neue Execution vorbereitete, und die Geſtalt des Delinquenten, dem der Profoß bereits den Soldaten⸗ rock ausgezogen hatte, ragte durch ſeine ungewöhnliche